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21.11.2017

Fürsorge für Alte, das ist durchaus nicht immer ein Zuckerschlecken

Wir von der FAMILIE StV Arnsberg setzen uns für die Stärkung der generationsüber-greifenden Familie ein. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Idealisierung und zum moralischen Aufspiel, wenn es mal schief geht.

Der Umstand, dass viele alte Menschen in Alten- und Pflegeheime vergreisen, ist für uns natürlich ein Missstand. Es ist deshalb absolut dankens- und begrüßenswert, wenn sich die Angehörigen, um ihre alten Familienangehörigen kümmern.

In den Pflegeheimen ist es häufig sehr langweilig; es ist ein Leben ohne Perspektive und es mangelt regelmäßig an familiären und menschlichen Kontakten, an Abwechslung und Leben.

Den Alten- und Pflegeheimen ist selten ein Vorwurf zu machen. Nach meiner Erfahrung sind die Mitarbeiter regelmässig bemüht, den alten Leuten einen guten Rahmen zum Leben zu schaffen. Trotzdem müssen Pflegeheime mit ihren finanziellen und menschlichen Ressourcen haushalten, eben wie jedes andere Unternehmen auch.

Umso schöner ist es, wenn Familienangehörige ihren Eltern oder Tanten und Onkel treu sind und sich bemühen, ihren Lebensabend lebenswert zu halten.

Für viele Menschen ist es eine starke psychische Last, den Familienangehörigen im letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Das manch einer dann lieber wegschaut ist zumindest nachvollziehbar. Trotzdem ist der Umstand natürlich unerfreulich.

Natürlich kommt es auch vor, dass jemand an seiner Aufgabe kapituliert. Wer mit alten Menschen zu tun hat, der kennt das: den zunehmende Starrsinn, gegen den kein gutes Argument zieht, die unbegründete und unnütze Nörgelei, die mangelnde Anerkennung der eigenen Leistung, dass manch einer sich zwischen der eigenen Familie, dem eigenen Beruf und der Altenbetreuung und -pflege zerreisst.

Die üblichen Komplikationen müssen zudem natürlich auch weggesteckt werden. Der beständige Spagat, die Würde des Angehörigen trotz aller Herausforderungen gegenüber ihm und der Aussenwelt zu erhalten, die Herausforderungen und das Chaos zu managen und gleichzeitig den Angehörigen aufzubauen.

Der Angehörige sitzt natürlich nicht gerne hilflos im Rollstuhl, während die Umfeld zwar hilfsbereit Platz macht, aber mitleidig auf ihn herunter schaut oder hilflos zu reagieren versucht. Natürlich ist es dem Angehörigen unendlich peinlich, wenn er sich beim Einkaufen in der Öffentlichkeit durchnässt, möglicherweise sogar Schaden angerichtet hat.

Umgekehrt trifft es für den pflegenden und betreuenden Angehörigen genauso. Er muss auch die - manches mal auch verständnislosen - Blicke aushalten, das Chaos managen und irgendwie alles auf die Reihe kriegen. Die Verantwortungslast liegt voll und ganz auf seiner Schulter.

Es bleibt leider nicht aus, dass der ein oder andere Angehörige überfordert ist, sich übernimmt und fehl verhält. Natürlich kann keine Staatsanwaltschaft und kein Gericht dieser Welt über so einen Umstand hinweg schauen. Es ist letztlich das schwächste Glied in unserer Gesellschaft betroffen. Und Gewalt gegen Alte, das geht nun einmal gar nicht.

Das Gericht hat aus meiner Sicht maßvoll reagiert. Die Beteiligten haben einen vernünftigen Modus zum Zusammenleben für die Zukunft gefunden. Der Angehörige ist in vielerlei Hinsicht, auf sozialer und politische Ebene schon bestraft worden. Das örtliche Amtsgericht hat richtigerweise das Verfahren gegen Spende einer höheren Geldsumme an eine gemeinnützige Organisation eingestellt.

Bezug auf den Artikel: Verfahren gegen Politiker nach Geständnis eingestellt
Link: https://www.wp.de/staedte/arnsberg/verfahren-gegen-politiker-nach-gestaendnis-eingestellt-id212597207.html
Erscheinen in der Westfalenpost am 20.11.2017, Geschrieben von Martin Haselhorst



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